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Das Hebammenprojekt in Nepal

In Nepal sterben bis heute sehr viele Frauen bei der Geburt eines Kindes, es bleiben Waisen oder Halbwaisen zurück, die oft als Straßenkinder enden. Die medizinische Versorgung ist unzureichend, Hebammen gibt es für arme Menschen nicht.

Die Ausbildung zur Hebamme kostet derzeit pro Jahr inkl. Unterkunft und Verpflegung rund 3000.- €, Tendenz steigend. Unsere Partnerorganisation „Society for streetchildren in Nepal“ aus Schweden, die das Projekt initiiert hat, trägt derzeit die Kosten für 7 Mädchen, wir haben die Kosten für ein 8tes Mädchen übernommen.

Mamitha stammt selbst aus ärmsten Verhältnissen; sie wurde als Kleinkind zur Halbwaise, als ihr Vater starb. Als Analphabetin schuftete ihre Mutter als Sand- und Zementträgerin auf Baustellen, um ihre Tochter und sich durchzubringen, in den Ferien hat Mamitha ihrer Mutter geholfen.

So konnte ihr Mutter ihr den Schulbesuch bis zur 12. Klasse ermöglichen. Mamitha träumte immer davon, Krankenschwester zu werden, das geforderte Schulgeld für das Medical College überstieg aber alle Möglichkeiten. Wir finanzieren nun Mamithas Ausbildung zur Hebamme in englischer Sprache am Medical College in Kathmandu, inklusive der Kosten für Unterbringung und Verpflegung.

Für ihren Bezirk ist das ein großes Glück: Sie will in der Region bleiben, um langfristig ihre Familie zu ernähren und sich auch um ihre kranke Mutter zu kümmern. In ihrer Region wird sie die einzige Hebamme weit und breit sein. Durch ihre Ausbildung hat Mamitha nun aber die Chance, ihr eigenes Leben zu verändern und das Leben von vielen Müttern zu retten.

Fakten

Eine Hebammenausbildung monatlich 250,- Euro

Projektverantwortung

Projektleiter: Theophil Steuer
vor Ort: Eva Holmberg Tedert
Organisation: Angelika Steuer
Büro: Christin Bauernfeind


Die Schule in Rathankot

Die Schule in Rathankot hatte vor dem Erdbeben 8 Klassenzimmer und ein Lehrerzimmer. Durch das Erdbeben war sie einsturzgefährdet und nicht mehr sanierbar, weshalb unsere Partnerorganisation NEPAL Compassion in action - Gayatri Fund die Initiative für einen Neubau ergriff. Der Unterricht durch die fünf Lehrer der Schule findet in dieser Zeit provisorisch in Zelten statt.

Die neue Schule wird aus zwei Gebäuden bestehen und 10 Klassenzimmer, eine Bibliothek mit Computerarbeitsplätzen sowie ein Lehrerzimmer beinhalten. Sie wird deutlich größer als die ehemalige Schule sein, da sie auch die Kinder von Upper-Rathankot aufnehmen wird, deren Schule komplett zerstört wurde. Dort gibt es bis heute auch keine Initiative für eine neue Schule. Insgesamt soll die Schule 120 Kinder fassen.

Nach dem Baustart im Jahr 2016 konnte im April 2017 der Unterricht im ersten Gebäude pünktlich zum Schuljahresbeginn aufgenommen werden; das zweite Gebäude wird noch fertiggestellt. Nun geht es an die Ausstattung der Gebäude mit Mobiliar und Lehrmaterialien.

Für die neue Schule müsste auch die Zahl der Lehrer von fünf auf ca. acht Lehrer aufgestockt werden, die Gemeindeverwaltung wird dafür aber kein Geld zur Verfügung stellen. Geplant ist deshalb ein Projekt, bei dem ausländische Lehrer als Volontäre nach Rathankot kommen, um die lokalen Lehrkräfte unterstützen.

Fakten

Baustart: 2016, Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im April 2017
Baukosten gesamt: 87.000,- €
Kapazität der neuen Schule: 120 Kinder

Projektverantwortung

Projektleitung: Theophil Steuer
Projektleitung vor Ort: Karma Lama
Finanzabrechnung: Christin Bauernfeind


Nothilfe Nepal: Wasser für Maghi Gaun

Maghi Gaun ist ein kleines Dorf mit sehr fruchtbarem, aber trockenem Boden im Distrikt Nuwakot, hoch über Nepals größtem Fluß Trisuli.

Das Problem war, dass es dort oben kein Wasser gab. Es musste also hochgeschleppt werden. Die Männer aus dem Dorf arbeiten unter der Woche zu weit entfernt, die Frauen bestellen die Felder, waschen, kochen und putzen und haben dafür auch keine Zeit. Also mussten die Kinder täglich vorzeitig die Schule verlassen, um Wasser von einer 120 m tiefer gelegenen Quelle des Flusses ins Dorf zu tragen.

Da es Elektrizität im Dorf gibt, wurden Pumpen und Leitungen angeschafft, damit das Wasser von der Quelle, die pro Stunde 7000 l Wasser liefert, ins Dorf hochgepumpt werden kann.
Resultat: Die Kinder sind wieder ganztags in der Schule.

Projektleitung: Theophil Steuer
Finanzabrechnung: Christin Bauernfeind