RUMÄNIEN                                                                                      

Wohngruppen für behinderte Kinder und Jugendliche

Eigentlich hatten wir beschlossen, uns nach dem EU-Beitritt Rumäniens aus Carei zurückzuziehen. Aufgrund der untragbaren Zustände in drei Wohngruppen für behinderte Kinder und Jugendliche sehen wir uns allerdings bis heute verpflichtet, diese Einrichtungen zu unterstützen.

Die Kinder bekommen durch den rumänischen Staat ein Dach über dem Kopf, dreimal täglich zu essen und dürfen, soweit sie können, kostenfrei eine Schule besuchen. 
Die Pädagogen, die außer den Betreuungsaufgaben auch waschen, kochen und putzen müssen, werden ebenfalls vom Staat bezahlt.

Ansonsten gibt es keinerlei Gelder für die Einrichtung, Kosten für Instandhaltung sind nicht vorgesehen. Auf alles, was also kaputt geht, muss dann verzichtet werden. 
Erzieher müssen die gesamte Wäsche von Hand waschen, wenn die Waschmaschine defekt ist. Geht der Kühlschrank kaputt, ist ein täglicher Einkauf notwendig und macht der Herd nicht mehr mit, entfallen die warmen Mahlzeiten.

Einmal pro Jahr fährt eine Delegation der KKNH nach Carei und bringt Spielsachen, Bekleidung, Schuhe und Bettzeug für beide Wohngruppen mit. Wir machen uns ein Bild von den notwendigen anstehenden Maßnahmen und ersetzen vor Ort durch Spendengelder  defekte Geräte, die die tägliche und wirklich schwere Arbeit der Mitarbeiter erleichtern.

Darüber hinaus finanzieren wir die Umsetzung von Umbaumaßnahmen, die vom Staat zwar gefordert, aber in keinster Weise finanziert werden: Getrennte Bäden für Mädchen und Jungen, einen neuen zusätzlichen Vorratsraum und ein Therapiezimmer.

Fakten:

  • Anzahl unterstützter Kinder: 30
  • Jährliche Aufwendungen: 1.500,- €

Projektverantwortung

  • Projektleitung: Angelika Steuer

  • Projektleitung vor Ort: Simona Hancis

  • Finanzabrechnung: Christin Bauernfeind