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KENIA                                                                                          

 Die Quellen versiegen, die meisten Brunnen trocknen aus

Die Quellen versiegen, die meisten Brunnen trocknen aus

Projekt Tiefbrunnen

Knapp drei Millionen Kenianer waren zwischen Januar und April 2017 von der anhaltenden Dürre betroffen. Die Brunnen waren trocken und leer, falls in einem Flussbett noch ein klägliches Rinnsal vorhanden ist, ist das Wasser nicht genießbar, wenn nicht sogar giftig.
 
 
 
Als wir im September 2016 unseren Projekt-Besuch in Bungoma abgeschlossen hatten, war die Welt noch in Ordnung: die Gemüsebeete waren frisch angelegt, es regnete mindestens einmal am Tag kräftig, der neu angelegte Brunnen hatte Wasser. Nur 5 Monate später war davon nichts mehr da. So weit sie konnten, halfen sich die Menschen selbst, aber irgendwann führte keiner der gegrabenen Brunnen mehr Wasser.
 
 

In etwa 4 Kilometern Entfernung von Bungoma gibt es einen “humanitären” Brunnen, aber auch dort ist das Wasser rationiert. Die Menschen kommen mit Plastikbehältern und bekommen täglich pro Familie 10 Liter. Kinder und ältere oder kranke Menschen sind kaum in der Lage, das Wasser auf diese Distanz heim zu tragen.

 

 

Was wir im Augenblick leisten konnten, waren ein paar flankierende Maßnahmen wie der Transport von Wasser für die Familien unserer Projektkinder, Versorgung mit Nahrungsmittel für einige besonders  Not leidende Familien.

 

 

Trotzdem: Die nächste Dürrekatastrophe kommt bestimmt. Unser Ziel ist es,bis dahin einen weiteren humanitären Tiefbrunnen auf einem sicheren Gelände zu bauen. Er muss wahrscheinlich über 100 m in die Tiefe reichen, um auch bei lang anhaltender Trockenheit nicht zu versiegen.

 

 

Projektstatus

2017: Behördengänge und Genehmigungen

Die Kosten für das Projekt -  ca. 18.000 € - wurden durch eine überwältigende Spendenbereitschaft gedeckt, so dass wir an die Umsetzung gehen können. Bei unserem Besuch an Ostern 2017 konnten wir ein geeignetes Grundstück auswählen und einen Ingenieur mit der Baumaßnahme  - und viel wichtiger: mit der Bürokratie der Genehmigung - beauftragen.

 

 

Eingeholt werden müssen:

  • ein hydrogeologisches Gutachten eines zugelassenen Geologen
  • die Genehmigung durc die "Water Resource Management Authority" (WRMA)
  • die Prüfung der Umweltverträglichkeit durch das "Environment Impact Assessment" (EIA)
  • eine Lizenz von der " National Environment Management Authority" (NEMA)
  • eine Unbedenklichkeitserklärung von seiten der Bezirksregierung (Wasserbau)

 

2018: Baustart

Es geht gut voran mit dem Brunnenprojekt.

Der geologische Gutachter machte einen ganzen Tag Messungen über das ganze Areal und fand an einer Stelle in einer Tiefe von 60 Metern Wasser in einer für einen Brunnen ausreichenden Menge. Dass der vorgesehene Platz für den Tiefbrunnen mt Einhausung am anderen Ende des Areals liegt, ist nicht wunschgemäß, aber auch nicht zu ändern.

 

 

Nachdem der Betrieb eines Tiefbrunnens eine Stromversorgung erfordert, war die Anbindung an das öffentliche Stromnetz ein großes (resp. kostenträchtiges) Thema: Der ins Auge gefasste Strommast auf einem Nachbargrundstück erwies sich nach einem Ortstermin mit dem Chefingenieur des örtlichen Stromversorgers als illegal errichtet und auch für eine Weiterleitung auf unser Grundstück ungeeignet.

 

 

Wir bekommen nun den Strom direkt von der Trafostation auf unser Grundstück. Dazu wird ein kleines "Powerhouse" errichtet, in dem der Stromversorger seine Anschlüsse einbauen kann. Es soll noch im April 2018 fertig werden.

 

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