Wisam aus dem Irak

Heimat

:

Kirkuk / Irak

Hilfe

:

Operation in Deutschland

Start der Initiative

:

2003

Ende der Initiative

:

2004

Eigentlich wollte die Kriegskindernothilfe e.V. Pfingsten 2003 in Kirkuk im Irak ein Projekt für traumatisierte Kinder starten. Vor Ort machte der Pförtner des örtlichen Krankenhauses die Helfer der Kriegskindernothilfe e.V. auf einen schwer kranken Jungen aufmerksam. Er führte sie in das Armenviertel von Kirkuk.

Dort sahen die deutschen Helfer einen achtjährigen Jungen mit einem Fußball-großen Geschwür am Hintern (Bild 2). Mehrere Hilfsorganisationen hatten bereits Hilfe angekündigt - keine von ihnen hat sich je wieder blicken lassen.

In der Kriegskindernothilfe e.V. Zentrale in Roth wurden die Papiere für Wisams Ausreise nach Deutschland organisiert, denn im Irak konnte er nicht behandelt werden. Das war gar nicht so einfach: Viele Behörden im Irak waren zerstört, direkte Flüge gab es nicht. So reisten Wisam und sein Vater im August 2003 zuerst mit dem Auto nach Aman, von dort ging es mit dem Flugzeug nach Deutschland.

In der Kinderklinik in München operierte Prof. Grantzow das Geschwür. Danach stellte sich allerdings heraus, das ein weiteres Geschwür in der Blase war. Dieses wurde dann im April 2004 im Klinikum Würzburg operiert. Schließlich gab es noch eine dritte Operation am Bein - die war im Juni 2004 wieder in der Haunerschen Kinderklinik in München. Dort mussten gefährliche Adern entfernt werden, die Auslöser für die anderen Geschwüre waren. Die letzte war die gefährlichste Operation, doch Wisam hat alles gut überstanden.

Danach ging es stark bergauf mit Wisam. Er konnte plötzlich herumtollen und -toben, wie andere Kinder. Für ihn war es allerdings das erste Mal. Zwei Mal für je ein halbes Jahr war Wisam in Deutschland. Jetzt lebt er wieder bei seiner Familie in Kirkuk - im Irak. Es geht ihm gut und ab und zu meldet er sich bei der Kriegskindernothilfe e.V. in Roth. Der Kleine Junge und seine Eltern sind allen Spendern und den Ärzten in München, Würzburg, Nürnberg und Bayreuth sehr dankbar, dass sie sein Leben gerettet haben.


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Wisam