Angesichts der instabilen politischen und damit oft sehr menschenunwürdigen Situation in vielen Ländern dieser Erde, sehen wir von der Kriegskindernothilfe e.V. die Notwendigkeit zu handeln. Not, Armut und Gewalt sind dort an der Tagesordnung. Die Menschen dort sind aber unsere Mitmenschen. Und so ist die eigentliche Grundlage unseres Tuns der Anspruch, seinem Mitmenschen die Hand zu reichen, wenn sie gebraucht wird.
Denn gerade wir, die wir in Freiheit und Wohlstand leben dürfen, haben die Möglichkeit aber auch die Verpflichtung denen beizustehen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Und so möchte die Kriegskindernothilfe unter dem Motto "Fair Teilen" etwas abgeben von dem, was wir selbst längst schon haben. Gründer dieser Idee ist das Ehepaar Steuer.
Begonnen hat dieses Teilen, als 1992 die Bilder des Krieges im ehemaligen Jugoslawien an Schrecken zunahmen. Plötzlich waren Elend, Zerstörung und auch massive Menschenrechtsverbrechen direkt vor unserer Haustür. Und so haben am Anfang nur einige Privatpersonen, Lebensmittel, Kleidung und Hygieneartikel gesammelt und zu den Opfern des Krieges gebracht. Der daraus entstandene Verein der Kriegskindernothilfe e.V. wurde durch diese Arbeit aber mit weit mehr als der materiellen Not konfrontiert.
Mit den neuen Aufgaben ist der Verein stetig gewachsen. Und aus der privaten Initiative, bei der Hilfsgüter gesammelt und nach Bosnien gebracht wurden, ist die heutige Hilfsorganisation entstanden, welche inzwischen 8 längerfristige Projekte in 6 Ländern trägt bzw. unterstützt. Dazu kommen Programme in akuten Notsituationen wie zuletzt das Fresh-Food-Programme während des Kosovo-Krieges. Rund 40 000 Flüchtlinge konnten in Durres/ Albanien täglich mit Gemüse und Milchprodukten versorgt werden.
Heute tragen wir zu all dem auch Sorge um die psychosozialen Umstände der Menschen, besonders geht es uns um die Schaffung von realen Chancen für die Kinder.