20.05.2010
Wiederaufbau der Armenapotheke
Zauberhafte Wortkreationen unserer Schwester Miriam! Und jeder versteht, was sie meint. In Albanien gehen die Uhren anders. Seit im November vergangenen Jahres ihre Armenapotheke überflutet wurde (wir berichteten), häuften sich die Unglücksfälle: die Straße wurde breitflächig aufgerissen; die Bauarbeiten wurden wieder eingestellt. Dass dabei die Kabel für dieTelefon- und Internetverbindung eines ganzen Stadtteils zerstört wurden, ließ die Stadt unberührt. Wir mussten wieder auf Briefverkehr umstellen. „Ich habe trotz meines Alters so viel Dynamismus und Ideen, aber ich kann mich nicht an diese Schneckeneile gewöhnen!"
Und dann? Dann ging auf einmal alles ganz schnell: seit 15. März funktioniert das Internet wieder. Ihre Apotheke (zwei Container) sind renoviert, eine Seitenwand zur Straße musste gekürzt werden. Nun ist sie die nächsten Tage unter Mithilfe jüngerer Schwestern wieder mit dem Einräumen beschäftigt. „Das macht mich müde aber es hält mich jung!"
Ausgerechnet zu Schwester Miriams 85. Geburtstag stand das schwarze Wasser im Haus. Die Hauptursache dafür scheint die verstopfte und marode Kanalisation zu sein, die niemand reinigt oder repariert. Im Haus der Schwestern ist vieles durch die Überschwemmung kaputt gegangen. So die beiden Waschmaschinen, Nahrungsmittel und zwei Kühlschränke mit allem, was drinnen war. Auch in der Armenapotheke stand das Wasser und hat großen Schaden angerichtet. Gut, dass Schwester Miriam vorsorglich die Medikamente höher gelagert hatte und wenigstens diese gerettet werden konnten. Mit der Soforthilfe der Kriegskindernothilfe haben die Schwestern die kleine Ambulanz wassersicher gemacht.
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